Der TSV 1880 Wasserburg musste sich in der zweiten Runde des DBBL-Pokals dem TS Jahn München mit 59:70 geschlagen geben. Vor heimischem Publikum im Badria erwischten die Wasserburgerinnen einen guten Start, konnten den Vorsprung im weiteren Spielverlauf jedoch nicht halten. Neben dem sportlichen Wettbewerb stand auch eine wichtige Botschaft im Mittelpunkt: Im Rahmen des Breast Cancer Awareness Month liefen die Gastgeberinnen in pinken Trikots auf und setzten damit ein Zeichen für die Aufmerksamkeit rund um Brustkrebs und die Bedeutung von Vorsorge.
Die Voraussetzungen für die Partie waren für Wasserburg alles andere als einfach. Verletzungsbedingt musste das Team auf Tess Santos, Nika Semykasheva, Lara Lieckfeld und Vivi Langer verzichten. Damit fehlten gleich mehrere Spielerinnen, was die personellen Möglichkeiten deutlich einschränkte. Dennoch wollte die Mannschaft vor heimischer Kulisse alles in die Waagschale werfen und dem Münchner Team einen möglichst intensiven Pokalfight liefern.
Der Auftakt gelang den Wasserburgerinnen zunächst vielversprechend. Mit 23:19 entschied der TSV das erste Viertel für sich und ging mit einer Vier-Punkte-Führung in den zweiten Spielabschnitt. Im weiteren Verlauf fand TS Jahn München allerdings besser in die Partie. Die Gäste übernahmen zunehmend die Kontrolle und setzten sich vor allem im zweiten Viertel ab. Mit 19:9 ging dieser Abschnitt an die Münchnerinnen, sodass Wasserburg zur Halbzeit einem Rückstand hinterherlaufen musste.
Nach dem Seitenwechsel versuchten die Gastgeberinnen, den Anschluss wiederherzustellen und das Spiel offen zu halten. Das dritte Viertel verlief mit 14:17 aus Wasserburger Sicht vergleichsweise ausgeglichen, doch der Rückstand ließ sich nicht entscheidend verkürzen. TS Jahn München blieb konzentriert und behauptete seinen Vorsprung. Auch im Schlussviertel kämpfte Wasserburg weiter, musste sich aber erneut knapp mit 13:15 geschlagen geben.
Am Ende stand eine 59:70-Niederlage auf der Anzeigetafel. Nach dem gelungenen ersten Viertel gab vor allem das zweite Viertel den Ausschlag zugunsten der Gäste. Trotz der schwierigen personellen Situation hielten die Wasserburgerinnen dagegen, konnten den Rückstand in der zweiten Halbzeit jedoch nicht mehr aufholen. Damit endet der Pokalauftritt für den TSV 1880 Wasserburg in der zweiten Runde.
Unabhängig vom Ergebnis war der Auftritt in Pink ein wichtiges Zeichen. Mit den besonderen Trikots wollten die Wasserburgerinnen die Aufmerksamkeit auf das Thema Brustkrebs lenken und daran erinnern, wie wichtig Aufklärung, Vorsorge und Solidarität sind. So stand der Abend neben dem Basketball auch für einen guten Zweck und eine Botschaft, die über das Spielfeld hinausgeht.
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt den Wasserburgerinnen nicht. Bereits am kommenden Wochenende wartet die nächste Aufgabe in der heimischen Halle. Am Sonntag um 16:30 Uhr empfängt der TSV 1880 Wasserburg im Badria den ASC Theresianum Mainz. Vor eigenem Publikum möchte das Team die Pokalniederlage hinter sich lassen und mit neuer Energie in die nächste Partie gehen. Die Mannschaft freut sich dabei auf die Unterstützung der Fans, die sie auch nach dem Pokalaus wieder lautstark begleiten sollen.
Es spielten: Migena Kqiku, Mikayla McFarlane (19 Punkte, 5 Rebounds, 3 Steals), Andjela Pavicevic (10 Punkte, 17 Rebounds, 4 Assists), Abby Ray (15 Punkte, 4 Rebounds, 5 Assists, 4 Steals), Manu Scholzgart (6 Punkte, 3 Assists), Franzi Schulz (6 Punkte), Ajla Smajlovic und Patricia Walz (3 Punkte, 3 Rebounds, 3 Assists).







