In der Badria-Halle verabschiedeten sich die Basketballerinnen aus Wasserburg mit einem hart erkämpften 68:64-Erfolg gegen die Bamberg Baskets aus der Saison. Vor heimischer Kulisse, die ganz im Zeichen von „70 Jahre Basketball Wasserburg“ stand, lieferten die Innstädterinnen zum Abschluss noch einmal eine engagierte Leistung ab und sorgten für einen versöhnlichen Ausklang, auch wenn die Playoffs als Tabellenfünfter knapp verpasst wurden.
Dabei begann die Partie zunächst ausgeglichen. In den ersten fünf Minuten entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem beide Teams immer wieder erfolgreich zum Abschluss kamen. Doch im weiteren Verlauf des ersten Viertels fand Bamberg besser in den Rhythmus, nutzte einige Unkonzentriertheiten der Gastgeberinnen und setzte sich zwischenzeitlich auf sechs Punkte ab. Wasserburg hielt dagegen, musste aber dennoch mit einem 15:19-Rückstand in die erste Pause gehen.
Auch im zweiten Abschnitt blieb es zunächst eng. Bamberg behauptete einen knappen Vorsprung von drei bis fünf Punkten, während Wasserburg immer wieder versuchte, die Kontrolle zurückzugewinnen. In der 15. Minute war es dann soweit: Mit dem 27:26 übernahmen die Innstädterinnen erstmals wieder die Führung. Doch die Gäste ließen sich nicht abschütteln und drehten das Spiel in der 17. Minute erneut. Die Schlussphase der ersten Halbzeit gehörte jedoch wieder Wasserburg, das sich in der 19. Minute die Führung zurückholte und diese bis zur Pause auf 36:35 verteidigte.
Nach dem Seitenwechsel kamen die Gastgeberinnen mit deutlich mehr Energie aus der Kabine. Ziel war es, sich nun endlich etwas Luft zu verschaffen – und das gelang eindrucksvoll. Mit konzentrierter Defense und effektivem Offensivspiel setzten sie sich Schritt für Schritt ab. In der 28. Minute betrug der Vorsprung erstmals zehn Punkte (53:43). Bamberg stemmte sich zwar gegen den Rückstand, konnte bis zum Ende des dritten Viertels aber nur noch auf 57:50 verkürzen.
Im Schlussabschnitt schien Wasserburg zunächst alles im Griff zu haben. Die Führung wurde weiter ausgebaut, in der 36. Minute stand es 66:54 – eine Vorentscheidung lag in der Luft. Doch Bamberg gab sich nicht geschlagen und startete eine späte Aufholjagd. Punkt um Punkt arbeiteten sich die Gäste heran und machten die Partie in den letzten Minuten noch einmal spannend. Wasserburg behielt jedoch die Nerven, traf wichtige Würfe und brachte den 68:64-Sieg letztlich über die Zeit.
Ein entscheidender Faktor war dabei auch die personelle Situation: Erstmals seit längerer Zeit standen dem Team wieder zehn Spielerinnen zur Verfügung, was sich insbesondere in der zweiten Halbzeit positiv bemerkbar machte.
Neben dem sportlichen Geschehen bot der Spieltag auch abseits des Feldes einiges. Unter dem Motto „70 Jahre Basketball Wasserburg“ wurde den Zuschauern ein buntes Rahmenprogramm geboten – von einer Tombola mit einer Ballonfahrt als Hauptpreis, gesponsert von NWS, über eine Fotowand bis hin zu speziellen T-Shirts. Zudem gibt es auch beim Wasserburger Fanclub positive Nachrichten: Bei den Neuwahlen am vergangenen Donnerstag konnte ein neuer Vorstand gefunden werden, sodass der Club weiterhin bestehen bleibt.
Am Ende steht ein verdienter Heimsieg und ein insgesamt positiver Abschluss einer Saison, in der die Playoffs zwar knapp verpasst wurden, die Mannschaft aber Charakter und Entwicklung zeigte.
Es spielten: Migena Kqiku, Flo Kronast (2 Assists), Alejandra Mastral (3 Punkte, 3 Rebounds, 2 Assists, 2 Steals), Neseya Parker-Williams (21 Punkte, 13 Rebounds, 3 Assists, 2 Steals), Tess Santos (13 Punkte, 6 Rebounds, 4 Assists, 3 Steals), Manuela Scholzgart (10 Punkte, 4 Rebounds, 2 Assists), Hayley Smith (16 Punkte, 9 Rebounds, 2 Steals), Marlene Stechl (3 Rebounds, 2 Assists, 2 Steals), Patricia Walz und Ira Weymar (5 Punkte, 3 Rebounds, 3 Assists).






