Die Basketballerinnen aus Wasserburg mussten sich am Samstagabend in der Badria-Halle den Vimodrom Baskets Jena mit 66:76 geschlagen geben. Im Duell des Tabellenfünften gegen den Dritten zeigte das ersatzgeschwächte Heimteam über weite Strecken eine engagierte Leistung, hatte am Ende jedoch erneut das Nachsehen. Damit rückt ein Playoff-Platz für Wasserburg in weite Ferne und ist nun nicht mehr aus eigener Kraft erreichbar.
Die Vorzeichen für die Partie waren alles andere als optimal. Mit Patricia Walz, Flo Kronast und Tess Santos fehlten drei wichtige Stützen im Kader, sodass Wasserburg erneut angeschlagen in die Begegnung gehen musste. Entsprechend holprig verlief der Start: Jena erwischte den besseren Beginn und setzte sich schnell ab. Nach fünf Minuten lagen die Gastgeberinnen mit 6:15 zurück und hatten vor allem defensiv Probleme, Zugriff zu bekommen.
Doch Wasserburg zeigte Moral. Angetrieben vom Heimpublikum startete das Team einen starken 12:2-Lauf, drehte die Partie und ging in der 9. Minute erstmals mit 18:17 in Führung. Bis zum Ende des ersten Viertels blieb es eng, Jena rettete eine knappe 20:18-Führung in die erste Pause.
Das zweite Viertel war geprägt von wechselnden Läufen auf beiden Seiten. Wasserburg konnte sich in der 12. Minute auf 25:20 absetzen, ließ jedoch postwendend einen 0:11-Lauf der Gäste zu und lag wenig später mit 25:31 zurück (15. Minute). Beide Teams lieferten sich in dieser Phase einen offenen Schlagabtausch, bei dem sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Zur Halbzeit lag Wasserburg nur knapp mit 38:39 im Hintertreffen – alles war weiterhin offen.
Nach dem Seitenwechsel übernahm jedoch Jena zunehmend die Kontrolle. Die Gäste kamen wacher aus der Kabine, trafen hochprozentig und nutzten die nachlassenden Kräfte der Wasserburgerinnen konsequent aus. Zwischenzeitlich wuchs der Rückstand auf bis zu 16 Punkte an. Dennoch steckte Wasserburg nicht auf, kämpfte sich mit viel Einsatz wieder heran und verkürzte den Rückstand vor dem Schlussviertel auf 51:62.
Auch im letzten Abschnitt bewies das Heimteam Charakter. Immer wieder gelang es, den Abstand zu verkleinern – teilweise bis auf vier Punkte. Doch jedes Mal hatte Jena eine Antwort parat und ließ sich den Vorsprung nicht mehr nehmen. In der Schlussphase fehlte Wasserburg schließlich die nötige Kraft, um die Partie noch einmal entscheidend zu drehen. So stand am Ende eine 66:76-Niederlage auf der Anzeigetafel.
Mit dieser Niederlage wird die Ausgangslage im Kampf um die Playoff-Plätze deutlich schwieriger. Wasserburg hat es nun nicht mehr in der eigenen Hand, sich für die Endrunde zu qualifizieren. Am kommenden Wochenende steht das vorletzte Saisonspiel an: Am Samstag geht es auswärts nach Mainz, wo mit dem Tabellenneunten eine lösbare, aber keineswegs einfache Aufgabe wartet. Nur mit einem Sieg kann Wasserburg die minimale Chance auf die Playoffs am Leben erhalten.
Es spielten: Migena Kqiku, Alejandra Mastral (8 Punkte, 6 Rebounds, 12 Assists, 3 Steals), Neseya Parker-Williams (24 Punkte, 10 Rebounds, 3 Steals), Nathalie Schauermann, Manuela Scholzgart (13 Punkte, 2 Rebounds), Hayley Smith (7 Punkte, 6 Rebounds), Marlene Stechl (8 Punkte, 3 Rebounds, 4 Assists) und Ira Weymar (6 Punkte, 7 Rebounds).






