Vom 30. März bis zum 4. April 2026 nahm der TSV 1880 Wasserburg am renommierten Osterturnier in Wien teil – einem der größten internationalen Basketballturniere Europas. Mit über 5000 Spielerinnen und Spielern, rund 1750 Spielen und etwa 1000 Coaches bot das Event hochklassigen Sport und einen intensiven internationalen Vergleich. Neben dem sportlichen Wettbewerb standen vor allem Teamgeist, kultureller Austausch und zahlreiche Sideevents wie Slam-Dunk-Contests, Wurf-Challenges sowie Live-Streaming-Angebote im Mittelpunkt.
Die Reise begann am Montagmorgen um 8:00 Uhr am Badria. Bereits das Verstauen des umfangreichen Gepäcks stellte eine erste Herausforderung dar. Nach der Ankunft in Wien gegen 14:30 Uhr bezogen die Teams ihre Unterkünfte in Klassenzimmern. Anschließend blieb Zeit für eine erste Erkundung der Umgebung, bevor am Abend die feierliche Opening Ceremony in der Wiener Stadthalle stattfand. Dort kam erstmals echte Turnieratmosphäre auf – begleitet vom Wiedersehen mit bekannten Teams und neuen Begegnungen mit internationalen Spielerinnen und Spielern.
Der TSV Wasserburg war mit mehreren Mannschaften vertreten: der U14 männlich (Coach: Edin Bajric), der U14 weiblich (Coach: Alex Dresp), der U18 männlich (Coaches: Elias Neef und Sebastian Pfisterer), der U18 weiblich (Coach: Alex Fritsch) sowie der U20 weiblich (Coaches: Simon Lechner und Simon Bellin). Von Dienstag bis Donnerstag wurde die Gruppenphase ausgetragen, in der die Teams meist zwei Spiele pro Tag absolvierten. Der Tagesablauf war geprägt von einem Wechsel aus eigenen Spielen, gegenseitiger Unterstützung und gemeinsamen Aktivitäten in der Stadt – darunter Besuche des Stephansdoms, des Praters oder der Wiener Altstadt.
Sportlich zeigte sich schnell das hohe Niveau des Turniers. Viele internationale Gegner traten mit einer körperlich intensiveren Spielweise auf, was den Wasserburger Teams einiges abverlangte. Die Ergebnisse waren eine Mischung aus Siegen und Niederlagen, doch im Vordergrund stand die Entwicklung der Spielerinnen und Spieler. Alle konnten wertvolle Erfahrungen auf internationalem Parkett sammeln und neue Impulse für ihr Spiel mitnehmen.
Besonders erfolgreich verlief das Turnier für die U20-Mannschaft. Nach einer starken Gruppenphase gelang die Qualifikation für die Playoffs. Im Halbfinale traf das Team auf ASC Theresianum Mainz – ein Gegner, gegen den man zuvor in der Gruppenphase noch verloren hatte. Das Spiel entwickelte sich zu einem hochklassigen und spannenden Duell, das bis in die Schlussminute offen blieb. In einer vollen Halle gelang Mainz in der Endphase zwar noch der Ausgleich, die Wasserburgerinnen behielten jedoch einen kühlen Kopf und konnten sich schließlich über einen knappen Sieg freuen. Der Einzug ins Finale bedeutete für viele Spielerinnen die Erfüllung eines lang gehegten Traums und sorgte für große Emotionen.
Im Finale wartete mit Vienna United ein äußerst starkes und athletisches Team. Vor großer Kulisse in der Wiener Stadthalle war die Nervosität zu Beginn spürbar. Zusätzlich musste Wasserburg eine Verletzung im Warm-up verkraften und hatte aufgrund eines kleinen Kaders nur begrenzte Wechselmöglichkeiten. Im Verlauf des Spiels machten sich die Belastungen der intensiven Turnierwoche zunehmend bemerkbar. Trotz großem Einsatz musste sich das Team letztlich geschlagen geben. Der Sieg für Vienna United war verdient, dennoch überwog auf Wasserburger Seite der Stolz über die eigene Leistung. Coach Simon Lechner brachte es auf den Punkt: „Ich bin unglaublich stolz auf das Team – nicht nur wegen des Finaleinzugs, sondern vor allem wegen der Entwicklung, die jede Einzelne hier gezeigt hat. Für viele war das der Abschluss ihrer Jugendkarriere, und schöner kann man so ein Kapitel kaum beenden.“
Auch wenn sich die anderen Wasserburger Teams nicht für die Playoffs qualifizieren konnten, nutzten sie die verbleibende Zeit für Freundschaftsspiele und unterstützten die U20 lautstark bei deren Finalrunde. Insgesamt wuchs die gesamte Delegation im Laufe der Woche enger zusammen – sei es bei gemeinsamen Spieleabenden, Aktivitäten in Wien oder beim Mitfiebern am Spielfeldrand. Am Samstagmorgen trat die Gruppe schließlich die Rückreise an und erreichte gegen 16:00 Uhr wieder das Badria. Die Erschöpfung war allen deutlich anzumerken, doch gleichzeitig überwogen die vielen positiven Eindrücke.
Ein besonderer Dank gilt dem Fanclub sowie dem Rotary Club für die Unterstützung, die zusammen 4.100,- für das Turnier gespendet haben. Das Turnier in Wien war für den TSV 1880 Wasserburg nicht nur sportlich ein großer Erfolg, sondern vor allem eine wertvolle Erfahrung für die persönliche und basketballerische Entwicklung aller Beteiligten.








