Der TSV 1880 Wasserburg musste sich am dritten Spieltag der 2. DBBL Süd dem ASC Theresianum Mainz mit 54:64 geschlagen geben. Vor heimischem Publikum im Badria erwischten die Wasserburgerinnen einen guten Start und hielten die Partie über weite Strecken offen. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit entschieden die Gäste insbesondere das dritte Viertel für sich und legten damit den Grundstein für ihren Auswärtssieg.
Personell waren die Innstädterinnen diesmal nicht optimal aufgestellt. Verletzungsbedingt musste das Team auf Tess Santos, Nika Semykasheva und Lara Lieckfeld verzichten. Trotz der Ausfälle wollte Wasserburg vor heimischer Kulisse an die eigenen Stärken anknüpfen und den nächsten Schritt in der noch jungen Saison machen.
Die Gastgeberinnen starteten konzentriert in die Begegnung und fanden offensiv gute Lösungen. Mit einem starken ersten Viertel erspielte sich Wasserburg einen Vorsprung und entschied den Auftaktabschnitt mit 17:8 für sich. Die Mannschaft zeigte sich engagiert, arbeitete in der Verteidigung und setzte auch offensiv Akzente. Mainz ließ sich davon allerdings nicht beeindrucken und fand im zweiten Viertel zunehmend besser ins Spiel.
Der ASC erhöhte den Druck und nutzte seine Möglichkeiten konsequenter. Wasserburg hielt dagegen, konnte den Vorsprung aber nicht weiter ausbauen. Das zweite Viertel endete mit 17:17, sodass die Gastgeberinnen zur Halbzeit weiterhin knapp vorne lagen. Beim Stand von 34:25 war damit noch alles offen.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich jedoch das Bild. Mainz kam deutlich besser aus der Kabine und übernahm zunehmend die Kontrolle über die Partie. Während die Wasserburgerinnen offensiv nur noch schwer zu ihrem Rhythmus fanden, nutzten die Gäste ihre Chancen und drehten das Spiel. Mit 25:11 ging das dritte Viertel klar an Mainz. Aus der Wasserburger Führung wurde damit vor dem Schlussabschnitt ein Rückstand von fünf Punkten.
Im letzten Viertel versuchten die Innstädterinnen noch einmal, sich gegen die drohende Niederlage zu stemmen. Die Mannschaft kämpfte weiter, doch Mainz ließ sich den erarbeiteten Vorteil nicht mehr nehmen. Mit 14:8 ging auch der Schlussabschnitt an die Gäste, die sich am Ende mit 64:54 durchsetzten. Wasserburg musste damit trotz einer überzeugenden ersten Halbzeit die nächste Niederlage hinnehmen.
Eine besondere Botschaft hatte das Spiel auch abseits des sportlichen Geschehens: Wie bereits bei einer früheren Gelegenheit liefen die Wasserburgerinnen erneut in Pink auf. Damit setzte das Team ein Zeichen im Rahmen des Breast Cancer Awareness Month und unterstützte die Aufmerksamkeit für das Thema Brustkrebs. Der pinke Auftritt stand dabei für Solidarität und Bewusstsein – unabhängig vom Ergebnis auf dem Spielfeld.
Viel Zeit, die Niederlage aufzuarbeiten, bleibt den Wasserburgerinnen nicht. Bereits am kommenden Samstag steht die nächste Aufgabe an. Um 16 Uhr gastiert der TSV 1880 Wasserburg bei den Rhein-Main Baskets. Dort will das Team die positiven Ansätze aus der ersten Halbzeit mitnehmen, aus den Fehlern nach der Pause lernen und trotz der aktuellen personellen Situation geschlossen auftreten.
Es spielten: Migena Kqiku, Vivi Langer (1 Punkt, 4 Rebounds), Mikayla McFarlane (6 Punkte, 5 Rebounds, 2 Assists), Andjela Pavicevic (21 Punkte, 6 Rebounds, 2 Steals), Abby Ray (16 Punkte, 5 Rebounds, 3 Assists, 4 Steals), Manu Scholzgart (4 Punkte, 3 Rebounds, 3 Assists, 2 Steals), Franzi Schulz (1 Punkt, 4 Assists), Ajla Smajlovic und Patricia Walz (4 Punkte, 3 Rebounds).






